| Spa-Tos: Eine neue Krankheit? | |
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| Nur ein Wort | |
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Nein, ich habe keine neue Krankheit entdeckt. Es gibt schon genügend davon. Und bei aller
Sympathie für fachübergreifende Themen: Die Medizin ist ein sehr komplexes Thema, da
(er)findet man als Nicht-Mediziner wohl kaum ein neues Krankheitsbild.
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| Wieviele Betroffene? | |
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In unterschiedlichen Quellen liest man Zahlen von 0,1% bis 0,5% der Bevölkerung die an
Morbus Bechterew erkrankt ist. Diese Zahlen gelten für Mitteleuropa und setzen eine deutliche
Wahrnehmung der Symptome voraus. Übertragen auf den deutschsprachigen Raum kann man somit
von ungefähr 100.000 Betroffenen ausgehen.
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| Symptome und Auswirkungen | |||
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Wer die beiden oben genannten Krankheiten noch nicht kennt kann sich bestens über die
Beschreibungen und Links weiter unten informieren. Dort sind kompakte aber trotzdem ausführliche
Symptombeschreibungen und Behandlungsmethoden zu finden. Ich versuche die Linklisten
auf dem Laufenden zu halten und bei Bedarf zu ergänzen.
Die beiden Einzelkrankheiten waren mit erreichen dieser Situation natürlich nicht geheilt. Zwar ist der Bechterew nichtmehr so aktiv, das bedeutet dass heftige entzündliche Schübe nur noch selten auftreten. Dafür war der Schiefhals um so aktiver. Die Halsmuskulatur hat immer noch versucht den Kopf nach links zu drehen. Da durch die Versteifung fast keine Bewegung mehr möglich war, befand sich die Muskulatur in einem ständigen Verkrampfungszustand. Jeder Versuch die normalen Muskefunktionen zu benutzen, wurde mit zusätzlichen stechenden Schmerzattacken beantwortet. Dies war zum Beispiel beim Hinliegen der Fall wenn der Kopf in der Horizontalen gehalten werden muss, oder beim Mitfahren in einem Auto wenn ständige Ausgleichsbewegungen durch Beschleunigungen, Unebenheiten oder Kurven gemacht werden müssen. Diesen permanenten Schmerzen konnte nur mit der ständigen Einnahme von Schmerzmitteln bei steigender Dosierung begegnet werden. Im letzten Abschnitt habe ich beim Thema Auto extra das "Mitfahren" erwähnt. Seit Ende 2003 traue ich mir nichtmehr zu selbst einen Wagen zu lenken. Wahrscheinlich hätte ich das schon früher machen müssen. Aber es ist nicht einfach so eine Entscheidung selbst zu treffen. Außerdem musste ich bis Mitte 2003 noch irgendwie an meinen Arbeitsplatz kommen. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu meiner letzten Arbeitsstätte war praktisch unmöglich. Die bei einem Schiefhals üblichen Botox-Spritzen haben bei mir leider nicht über einen längeren Zeitraum angesprochen. Da die unheilige Allianz der beiden Krankheiten viel zu spät erkannt wurde, sind konsequentere Maßnahmen gegen den Schiefhals erst 4 Jahre nach Auftreten der ersten Symptome ergriffen worden. Dazu mehr im Abschnitt Behandlung. |
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Bildquelle: Geigy Pharma |
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| Mögliche Behandlungen | ||||||||||||||||||||||||
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Krankengymnastik: Der Bereich Krankengymnastik, oder allgemeiner Physiotherapie, ist natürlich ein sehr umfangreiches Thema. Es gibt viele unterschiedliche Ansätze die zum Teil einen fast philosofischen Hintergrund haben. Zwei Ansätze die bei mir für die Schiefhalsbehandlung eingesetzt wurden möchte ich hier kurz erwähnen.
Akupunktur:
Ein nicht schulmedizinischer Versuch gegen den Schiefhals waren Akupunktur-Anwendungen.
Der erste Versuch durch einen Heilpraktiker wurde von diesem nach der dritten Sitzung
abgebrochen. Das war ungefähr ein Jahr nach Beginn der Krankheit. Der zweite Anlauf war
nach etwa drei Jahren und wurde von einem chinesischen Arzt durchgeführt der auch schon
an deutschen Kliniken gearbeitet hat. Auch er hat nach acht Anwendungen erkannt, dass
der gewünschte Erfolg ausbleibt.
Neurologische Operation:
Da wie oben erwähnt die klassische Schiefhals-Behandlung mit
Botox-Spritzen bei mir keine nachhaltige
Wirkung gezeigt hat, war eine operativer neurologischer Eingriff erforderlich.
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Operationsnarbe (Ramisektomie) nach 6 Wochen ... |
Operationsnarbe am Sternocleidomastoideus- Muskel nach 5 Wochen |
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| ... nach 8 Monaten | ||
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Bilderquelle: hdr |
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Orthopädische Operation:
Mit der deutlichen Reduzierung des Torticollis-Effektes ist das Problem des schief
sitzenden Kopfes allerdings noch nicht behoben. Es kann lediglich eine weitere
Verschlechterung (hoffentlich) verhindert werden. |
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| Auswirkungen der neurologischen Operation | |
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Haben Sie sich schon einmal die Mühe gemacht eine grafische Darstellung von Gelenken,
Muskeln, Sehnen und Blutgefäßen im Nackenbereich anzuschauen (z.B. an Wandbildern bei Ihrem
Arzt oder Physiotherapeuten)? Dann haben Sie sicher einen ersten Eindruck davon wie
komplex die Zusammenhänge in diesem Bereich sind. Die genauen Folgen bei der Bewegung
eines Muskels können nur vage vorhergesagt werden. Die Konsequenzen bei Bewegung mehrerer
Muskeln sind theoretisch nichtmehr zu bestimmen. Zu viele (kompliziert konstruierte) Gelenke und
Sehnen spielen eine Rolle. Vermutlich wären auch moderne Rechner überfordert bei der
Steuerung eines menschlich anmutenden Bewegungsablaufs des Kopfes, im Vergleich zu den
immer noch grobmotorisch erscheinenden Bewegungen eines Roboters. Das menschliche Hirn ist dazu in der
Lage! (Das alles gilt natürlich auch für andere Körperteile)
Nach Aussagen der behandelnden Ärzte würde sich die Kopfneigung und der Würgereiz bei weiteren Eingriffen eher noch verschlechtern. Sogar eine Korrektur der Kopfhaltung könnte das Würgeproblem vergrößern.
Als eindeutiger Erfolg der Operation kann festgehalten werden, dass die Einnahme des Schmerzmittels
Tramundin nach etwa 10 Wochen auf 1/3 der
Dosis vor der Operation reduziert werden konnte. Aufgrund des vorhandenen Suchtpotentials
des Medikaments kann die Dosierung nicht zu schnell verringert werden. Abgeschlagenheit
und innere Unruhe wären (und waren zum Teil auch) die Folge. |
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